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Gemüsegarten

Der Gemüsegarten

Für die meisten Hobby-Gärtner ist im eigenen Garten der Gemüse-Anbau selbstverständlich. Es macht große Freude, Tomaten, Zucchinis und Radieschen beim Wachsen zu beobachten und sich auf die Ernte zu freuen. Naturgemäßer Anbau gibt Ihnen die Gewissheit, gesundes und geschmackvolles Gemüse zu genießen.
 
Standort und Kleinklima
Für die Selbstversorgung mit Gemüse braucht eine vierköpfige Familie 150 m² Beetfläche; zusätzlicher Platz für den Kartoffelanbau wird empfohlen. Aber auch auf wenigen Quadratmetern können Sie den Speiseplan in der Saison stets mit Salaten, Gemüse und frischen Kräutern aus eigener Ernte ergänzen.
 
Nur der sonnigste Platz im Garten kommt für Gemüse in Betracht. Das wirkt sich auf Wachstum, Aroma und Nährwert der Ernte günstig aus. Im Schatten wächst kein Gemüse – auch nicht das unterirdische wie Kartoffeln und Zwiebeln, denn deren Blätter brauchen auch das Sonnenlicht. Beim Anbau von Gemüsearten, die von Natur aus zur Anreicherung von Nitrat neigen – das sind vorrangig Blattsalate und Spinat – ist ein sonniger Standort unbedingte Voraussetzung. Lichtmangel kann hier zur erhöhten Bildung von gesundheitsschädlichem Nitrat führen. Erst recht fordert der Frühjahrs- und Herbstanbau mit geringerer Lichtintensität vollsonnige Lage.
 
Das Klima lässt sich nicht beeinflussen; man muss sich mit der Pflanzenauswahl anpassen. Wer in einer Weinbauregion wohnt, kann unter seinen bevorzugten Gemüsegarten nahezu beliebig wählen; Auberginen und Paprika eingeschlossen. In rauhen Klimagebieten und höheren Lagen ist die Palette etwas eingeschränkt. Wärmeliebendes Gemüse mit langer Kulturzeit, Tomaten beispielsweise, zieht man hier besser unter Glas heran.

Das nicht minder wichtige Kleinklima lässt sich wohl beeinflussen. Ideal ist zum Beispiel eine Hecke am Rand oder eine Bepflanzung mit gemischten Laubgehölzen quer zur Hauptwindrichtung, so dass die Beete eine sanfte Brise abbekommen. Eine windausgesetzte Lage ist ebenso ungünstig wie ein allzu geschützter Standort. Ständiger Wind senkt die Temperatur und damit das Wachstempo der Pflanzen; der Boden trocknet schneller aus. Totale Windstille fördert dagegen die Ausbreitung von Schädlingen und Pilzkrankheiten.